Stüler-Bau Ost Berlin-Charlottenburg
|
Übersicht
|
|
| Der östliche Stülerbau in Berlin Charlottenburg (ehm. Ägyptisches Museum) wird für die Sammlung Dieter Scharf-Gerstenberg erweitert und umgebaut. Ein neues Foyer bildet den Mittelpunkt dieser Surrealisten Sammlung gegenüber der Sammlung Berggruen im Westlichen Stülerbau. |
Bauherr: Stiftung Preußischer Kulturbesitz (vertreten durch das BBR Berlin)
Fertigstellung: 2005-2008
Volumen: 10,0 Mio € |
AUSZEICHNUNGEN
Generalplaner Wettbewerb 1. Preis |
| Die Sammlung – eine der bedeutendsten der französischen Moderne – umfasst 222 zum Teil mehrteilige Werke mit Schwerpunkten im graphischen Werk von Künstlern wie Goya (13 Werke), Redon (17 Werke), Klee (32 Werke), Max Ernst (14 Werke), aber auch Picasso, Giacometti, de Chirico, Miró und Wols – einer Zeitspanne vom frühen 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie bildet mit ihren Werken des Surrealismus einen in ihrer thematischen Konzentration einzigartigen Bestand an Kunstwerken, der in seiner Dichte in den Sammlungen der Staatlichen Museen keine Entsprechung hat. Die daraus zu entwickelnde Ausstellung korrespondiert in besonderer Weise mit der Sammlung Berggruen im Westlichen Stülerbau. |
|
Pommersches Landesmuseum Greifswald
|
 Übersicht
|
|
Das Pommersche Landesmuseum Greifswald besteht aus drei historischen Solitärbauten, die mit einer neuen Museumshalle verbunden sind.
Als weiterer Bauabschnitt ist das Caspar David Friedrich Haus geplant. |
Bauherr: Stiftung Pommersches Landesmuseum
Bauzeit: 1996–2005
BGF: 10.600 m²
BRI: 36.000 cbm
Gesamtkosten: ca. 20 Mio Euro |
AUSZEICHNUNGEN
Wettbewerb 1. Preis
Landesbaupreis Mecklenburg-Vorpommern 2000
BDA Preis 2007 |

Das Pommersche Landesmuseum besteht aus drei historischen Solitärbauten mit unterschiedlichen Strukturen, die mit einer neuen Museumshalle verbunden werden.
Es wurden untergebracht:
· Dauerausstellung im Grauen Kloster (1845)
· ehemalige Stettiner Gemäldesammlung im Quistorp-Gebäude, früher Stadtschule (1799)
· Wechselausstellungen im 1990 umgebauten Conventgebäude (14.Jh.)
· Verwaltung und Museumspädagogik im Guardian-Haus (15.Jh.)
Die neue gläserne Museumshalle erfüllt neben ihrer Funktion als zentrale Erschließungsachse
auch die des Multifunktionsbereiches für Ausstellung, Vortrag und Veranstaltungen.
Gesamteröffnung 3. Juni 2005
Mitarbeiter
Dörte Bünning | Sven Kotulla | Kai Stender | Kai Schümann | Bettina Jastrzembski
Gunda Boysen | Frank Bertram | Nils Brumme | Gesche Kötting | Björn Fiege
Pressestimmen
„ […] Gregor Sunder-Plassmann ist mit dem Um- und Neubau ein Meisterstück gelungen. Jedes Haus, jeder Teil hat seinen Charakter behalten, und doch fügt sich alles zum Ganzen. Eine hohe, lichte Museumsstraße aus Glas und Stahl verbindet die drei historischen Komplexe und bietet Raum für Veranstaltungen. […] Für die Einrichtung der Gemäldegalerie hat das Büro Sunder-Plassmann im Jahr 2000 den Landesbaupreis erhalten […] .“
Süddeutsche Zeitung · 06. Juni 2005
„ […] eine der schönsten Galerien Deutschlands. […] “
Frankfurter Allgemeine Zeitung · 17. Juni2005 |
|
|
| Der Neubau des Gewandhauses Dresden besteht aus einer säulengetragenen Markthalle mit darüberliegenden Ausstellungssälen. Das Regelmaß der steinernen Fassade korrespondiert mit dem gegenüberliegenden Johanneum. |
Auslober:
RVB Q VI Dresden B.V
Kondor Wessels Invest GmbH
BGF: 6.600 qm |
AUSZEICHNUNGEN
Beschränkter Realisierungswettbewerb
3. Preis |
Für den Neubau des Gewandhauses orientieren sich die Verfasser am sensiblen und dennoch selbstbewussten italienischen Städtebau:
- die Flächigkeit einer Markusplatzfassade, deren steinerne Regelmäßigkeit von der Wärme der dahinter liegenden Holzfassade und großzügigen Volants belebt ist.
- den grundsätzlichen Aufbau einer säulentragenden Markthalle mit lebendigem Handel zu ebener Erde und darüber liegenden Festsälen, hier Sammlungssälen. Im Neubau des Gewandhauses liegt der Haupteingang zu diesen Sammlungssälen gegenüber dem Johanneum. Somit ergibt sich für den Besucher die Abfolge Schloss/Johanneum/Sammlung im Gewandhaus; der Jüdenhof wird gleichsam zum Foyer zweier Museen.
Dagegen öffnet sich die Säulenhalle der Erdgeschosszone mit ihren Cafés und Läden zu allen Himmelsrichtungen. |
|
Stadthalle am Arsenalplatz Lutherstadt Wittenberg
|
 Übersicht
|
|
| Auf den Resten der ehem. Franziskaner Klosteranlage in der Altstadt Wittenbergs wird eine neue Stadthalle errichtet. |
Bauherr: SALEG Sachsen-Anhaltinische Entwicklungsgesellschaft
Baubeginn: 2007
Fertigstellung: 2009
Volumen: 4 Mio €
|
AUSZEICHNUNGEN
VOF-Verfahren mit Stegreifentwurf
1.Preis
Projekt der IBA 2010 |
Auf den Resten einer ehemaligen Klosteranlage aus der Zeit Luthers am nördlichen Rand der Altstadt Wittenbergs wird eine neue Stadthalle errichtet. Das Konzept sieht vor, anstelle eines Anbaus das vorhandene Arsenalgebäude bis zur Decke des ersten Obergeschosses abzutragen und die neue Stadthalle aufzusetzen.
Die verbleibenden bis zu 2m dicken Mauern bis zur Decke des ersten Obergeschosses sind die Originalmauern der Klosterkirche. Sie werden freigestellt und bilden mit ihrer Skulpturellen Oberfläche die Außenhaut des Foyers. Der aufgesetzte Saal wird mit einer frei spannenden, modernen Tonnenkonstruktion überwölbt.
Stadträumlich wird das sanierungsbedürftige Umfeld geordnet, in dem das Grün der Wallanlage in Form eines Baumdaches auf die nördliche Freifläche geholt wird. Es bildet sich ein Klostergarten. |
|
Museum Berggruen Berlin-Charlottenburg
|
 Übersicht
|
|
AKTUELL
Erweiterung Museum Berggruen Berlin
Wettbewerb VOF Verhandlungsverfahren |
Bauherr: Stiftung Preußischer Kulturbesitz,
vertr. durch BBR |
|

Städtebau
Im Zuge der Entwicklung des Museumsstandortes Chalottenburg zum Zentrum der Klassischen Moderne wird spätestens seit dem Umbau des ehm. Ägyptischen Museums neben der Symmetrie der Stülerbauten auch die Symmetrie der Freiräume entwickelt. So gesehen bekommt der neue Skulpturengarten als Pendant des gegenüberliegenden Foyers der Sammlung Schaaf-Gerstenberg, dramatisiert durch die Torpfeiler des Bröhanmuseums eine städtebauliche Dimension.
Skulpturengarten
Auch der Blick zurück aus dem Skulpturengarten auf insgesamt fünf klassizistische Fassaden und drei Kuppeln (zwei Stüler- und die Schlosskuppel) ist stadträumlich beeindruckend. Neben diesen architektonischen hylights wird der von Südsonne durchflutete Garten von einem üppigen Baumbestand gefasst. Dieser Baumbestand knüpft über die Fuge zwischen Stülerbau und Kommandantenhaus an den Grünraum des Schlosses an.
Das Konzept sieht eine Verdichtung dieses Gartens mittels streng strukturierten Buchenhecken vor. Die Nord-Süd-Ausrichtung dieser Struktur ist aus dem benachbarten Schlosspark entlehnt. Die gezielte Unterbrechung derselben gibt individuelle Räume für die Skulpturen frei.
Denkmalschutz
Neben dem grundsätzlichen Erhalt der Stülerschen Toranlagen muss u.E. die optische Transparenz insbesondere der linken Tordurchfahrt als Auftakt der rückwärtigen Bröhanerschließung erhalten bleiben. Der endpunkt diese Achse wird von der klassizistischen Fassade des Bröhansüdflügels gebildet.
Verbindungsbau
Im Zuge des Entwurfsprozesses wurde eine UG-Verbindung aus Kostengründen, wegen der intensiven Eingriffe in den Altbauten und wegen des komplizierten Besucherrundganges verworfen.
Eine barrierefreie Verbindung im 1.OG ist auf Grund des Geschossunterschiedes von ca. 1,0 m nur mit einem aufwendigen Rampenbauwerk möglich und wurde ebenfalls verworfen.
Gewählt wurde die kürzeste Verbindung auf EG Sockelhöhe, allerdings mit dem Ziele, trotz des knappen Finanzrahmens (3,5 – 1,6 Mio. Kommandantenhaus = 1,2 Mio. für Garten und Verbinder) einen eigenständigen Erlebnisraum zu schaffen: eine Skulpturenhalle als nördlichen Abschluss des Skulpturengartens.
Die Skulpturenhalle formt sich aus folgenden Raumkanten.
differenzierte Kalksteinflächen -rampen und -stufen erheben sich aus den Heckenstrukturen des Gartens und bilden eine gemeinsame Basis (Sockel) für die Skulpturen.
Ein auskragendes Dach schützt einen Großteil dieses Sockels vor Regen
Eine differenziert auf Fassade, Baumbestand und Toreinfahrt des Kommandantenhauses reagierende Mauer verbunden mit einem transparenten Glasanschluss an den Stülerbau, in Form eines übergroßen Rahmens mit leichter Brücke über der Tordurchfahrt bilden die nördliche Begrenzung.
Die südliche Glashaut bildet auf Grund großer Öffnungsflügel einen fließenden Übergang in den Garten. So bleibt trotz großer Geste der umbaute Raum begrenzt.
Rundgang
Der Besucher betritt achsial den Stülerbau durch eine enge aber hohe Tür |
|
aquamarin - Die Lounge am Meer Wyk auf Föhr
|
 Übersicht
|
|
Erweiterung des aquaWYK auf Föhr.
Bistro, Strandbar und Fitnesszentrum an der Nordsee
eröffnet Ostern 2008 |
Bauherr: Städtischer Liegenschaftsbetrieb Wyk auf Föhr
BRI: 700 cbm
BGF: 200 qm
Fertigstellung: 2008
Gesamtkosten: 0,75 Mio € |
|
|
|
| Geladener Realisierungswettbewerb |
|
AUSZEICHNUNGEN
Wettbewerb 1. Preis |
|
|
| Die Infobox am Archäologischen Ökologischen Zentrum Albersdorf ist der erste Bauabschnitt des späteren ARCHAEUMS. Das Gebäude beinhaltet neben Besucher WC-Anlagen zwei erste kleine Schaufoyers. |
Baubeginn: 2007
Gesamtkosten: I. BA 0,2 Mio € |
|
|
|
| Entwurf für das wissenschaftliche Kompetenzzentrum der Staatlichen Museen zu Berlin |
Volumen: 8,5 Mio
Auslober: Stiftung Preußischer Kulturbesitz vertreten durch das BBR Berlin |
AUSZEICHNUNGEN
Beschränkter Realisierungswettbewerb
Ankauf |
Geplant ist ein wissenschaftliches Kompetenzzentrum der Staatlichen Museen zu Berlin mit wissenschaftlichen Verwaltungen verschiedener Sammlungen der SMB, Bibliotheken und Archiven sowie Laboren und Werkstätten. Das Zentrum soll sich zu einem Ort intensiven Erfahrungsaustausches mit dem Fachpublikum und interdisziplinärer, nationaler und internationaler Wissenschaftskooperation entwickeln. Das Raumprogramm umfasst 6.800qm Hauptnutzfläche.
Städtebau/Architektur
Ziel des Entwurfes ist es, ein elegantes, aber zurückhaltendes Passepartout für die weitere Entwicklung des Museumsbereiches an der neuen Wegeverbindung von der Humboldt-Universität über die Museumsinsel zur Oranienburger Straße zu finden. Dieses Passepartout soll bereits kurzfristig (I.BA) und mittelfristig (II.BA, aber noch ohne Museumsbau) wirken. Hierfür wird eine gemeinsame Architektursprache mit der bereits im Bau befindlichen Bibliothek der Humboldt-Universität gesucht. Dieses betrifft Materialien (heller Naturstein), Fassadengliederungen und insbesondere die Platzgestaltung.
Funktionsschema
Das Kompetenzzentrum wird zentral vom Platz und vom Innenhof erschlossen. Das innere Schema ist im Wesentlichen als Dreibund organisiert: - Depotsammlungen »klimaeingebettet« in der Mitte
- Werkstätten zum nördlichen Innenhof
- Büro-/Bibliotheksnutzungen zur Platz- und Kolonnadenseite
Gemäß Auslobung wurde ein besonderes Augenmerk auf die Optimierung der räumlichen Zusammenhänge zwischen den jeweiligen Verwaltungs-, Depot- und Werkstattbereichen gelegt. Die Bauabschnittsgrenze bildet gleichzeitig auch den Brandabschnitt. Bei aller wirtschaftlichen Strenge des Grundrisses entstehen aufgrund von unterschiedlichen Geschosshöhen, geschossübergreifenden
Nutzungen und Durchblicken räumliche Qualitäten, die dem hohen Rang des Kompetenzzentrums gerecht werden. |
|
Literaturmuseum der Moderne Marbach am Neckar
|
 Übersicht
|
|
EWR offener Realisierungswettbewerb
2001 |
|
AUSZEICHNUNGEN
Ankauf |
|
|
| Reaktivierung und Neunutzung eines ehemaligen Getreidespeichers. |
Bauherr: PK Speicher GmbH
BRI: 12.000 cbm
BGF: 4.000 qm
Fertigstellung: 2008
Gesamtkosten: 3,8 Mio € |
|
Der 1932 errichtete und unter Denkmalschutz stehende Getreidespeicher am Nordhafen von Kappeln wird gemäß den Vorgaben des Denkmalschutzes instandgesetzt und mit zeitgemäßen Nutzungen versehen:- Boarding House
- Yacht- und Bootsbau Akademie
- Gastronomie- und Geschäftsräume
|
|
|
| Das zukünftige Kunstmuseum Alkersum, Sammlung Frederic Paulsen Ferring SA befindet sich im Zentrum des Dorfes Alkersum auf dem Gelände des ehemaligen »Grethjen’s Gasthof«. |
Bauherr: Gemeinde Alkersum/Föhr
BRI: 10.304 cbm
BGF: 2.247 qm
Baubeginn: 2006
|
|
Das zukünftige Kunstmuseum Alkersum, Sammlung Frederic Paulsen Ferring SA befindet sich im Zentrum des Dorfes Alkersum auf der Liegenschaft des ehemaligen »Grethjen’s Gasthof«.
»Grethjen’s Gasthof« war zur Jahrhundertwende Treffpunkt bedeutender Westküstenmaler, wie Otto H. Engel u.a.
Die Gestaltung der Häuser setzt sich dabei differenziert mit der Inselarchitektur auseinander:
– der Epoche »Grethjen’s Gasthof« um 1900 in BT A
– den spezifischen Proportionen zahlreicher – und so auch auf dem Grundstück bis 1968 vorhandener – Reetdachscheunen Alkersums in BT B
– den Größen und Proportionen der benachbarten Häuser, welche integriert und zum Teil mitgenutzt werden in BT C
Die Architektur des Museums wird nicht einen eindrucksvollen Solitärbau schaffen, sondern den ursprünglichen Ortsmittelpunkt mittels mehrerer Einzelbaukörper wiederherstellen. |
|
|
| Die Geographie des Ortes und die am Ort vorhandenen und auszustellenden Themen haben den Entwurf des neuen Gebäudes ARCHAEUM am Archäologisch-Ökologischen Zentrum Albersdorf bestimmt. |
Bauherr: Förderverein AÖZA e.V.
BGF: 1.100 qm
Baubeginn: 2008
Gesamtkosten: ca. 6,4 Mio € |
|
Das ARCHAEUM schmiegt sich an den nördlichen Rand des AÖZA Geländes. Dieser Rand wird durch die Anpflanzung eines neuen Waldes aus Pioniergehölzen verstärkt.
Das ARCHAEUM ist als eine zusammenhängende Großform konzipiert. Die konvexen und konkaven Außenlinien dieses Großraumes holen das Gelände in das Gebäude bzw. tragen die Inhalte des Gebäudes nach außen.
Der Übergang zwischen Innen und Außen ist neben unterschiedlichen Dachüberständen im Bereich der Glasfassade durch unterschiedlich dichte Schichten fließend gestaltet. Diese Schichten steuern die Ein- und Ausblicke sowie die Transmission von Wärme und Kälte. Die Materialien nehmen Bezug auf die Erfahrung der letzten Jahrtausende: so sind diese verschiebbaren Elemente mit pflanzlichen Geflechten, textilen Stoffen aus Natur- und Kunstfasern bis hin zu heutigen transluzenten Wärmedämmungen bespannt. |
|
|
Ausstellungsgestaltung
Für das Jagdschloss Granitz wird ein übergeordnetes Leitsystem und im Erdgeschoss eine Ausstellung zur Architektur und Baugeschichte des Schlosses entwickelt |
Bauherr: Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten im Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern
BGF: 1600 qm
Fertigstellung: 2008
Gesamtkosten: I BA 0,4 Mio €
|
|
Literaturpfad
Ein neues Leitsystem informiert über die Kulturlandschaft Granitz und das zum Jagdschloss gehörige Bauensemble. Stelen am Wegrand zitieren bekannte Besucher der Granitz wie Elizabeth von Arnim, Wilhelm Cornelius, Karl Nernst, Friedrich Wilhelm IV. König von Preußen, Gustav Rasch, Karl Friedrich Schinkel.
Die Eindrücke dieser Zeitzeugen stimmen auf den Schlossbesuch ein. Die Stelen dienen auch als Treffpunkte. Ihre Gestaltung ist aus den original Gusseisernen Wegweisern auf Granitsockeln abgeleitet, die der Fürst Wilhelm Malte zu Putbus aufstellen ließ.
Die Baugeschichte ist das erste Thema der durch ein Leitsystem vorgeschlagenen Erschließung. Dazu gehören die Vorgeschichte des Jagdschlosses, das Haus Putbus und das Wirken von Wilhelm Malte I. auf der Insel, die Architektur und der Bau des Schlosses durch die Architekten Johann Gottfried Steinmeyer und Karl Friedrich Schinkel sowie den preußischen König Friedrich Wilhelm IV., die Besonderheit von Eisen- und Zinkguss in dieser Zeit, die Nutzung des Schlosses und grundlegende Sanierungen bis zur Gegenwart.
Außenraum/Raum 0.01- Rügens Wahrzeichen: Das Jagdschloss | Exkurs: Die Eingangshalle
Raum 0.03–0.04- Familie zu Putbus | Exkurs: Waldeinsamkeit
Raum 0.05- Ein Visionär auf Rügen: Malte Fürst zu Putbus | Exkurs: Ein irdisches Paradies
Raum 0.06- Eine romantische Waldburg | Exkurs: Die Berliner Schule
Raum 0.07–0.08- Ein Raumkunstwerk | Exkurs: Musterkataloge
Raum 0.09- Wohnschloss und Schlossmuseum | Exkurs: Das Erdgeschoss
|
|
|
| Die eindrucksvollen Gewölbe des ehemaligen Küchenflügels im Schloss vor Husum wurden wieder freigelegt und mit maßstäblichen Einbauten bestückt. |
Bauherr: Theodor Schäfer Berufsbildungswerk
BGF: 420 qm
Fertigstellung: 2003
|
|
Das Schlosscafé Husum befindet sich in dem im 17. Jahrhundert erbauten Nordflügel des Schlosses vor Husum.
Um das eindrucksvolle Gewölbe als primäre und alles beherrschende Raumstruktur wieder herauszuarbeiten, wurde der Nordflügel komplett entkernt und die neuen Einbauten wie Küche, WCs und Sozialraum – klar getrennt von Pfeilern und Bögen – wie »Möbel« eingefügt. Alle Berührungspunkte sind als Fugen ausgebildet. Damit die Gewölbeabfolge in ihrer ganzen Tiefe erlebbar bleibt, sind sämtliche Wände über Augenhöhe gläsern ausgeführt.
Die Atmosphäre des Gastraumes ist durch den wiederhergestellten und in Betrieb genommenen Kamin an zentraler Stelle, durch ein zurückhaltendes Beleuchtungskonzept – eigens entworfene linear aufgestellte Lichtstelen mit einfachem Glühfadenlicht – und nicht zuletzt durch die Wahl der Materialien bestimmt: Ölandplatten im Eingang, sonst überall in Längsrichtung des Raumes verlegte gelaugte Holzdielen.
Die Möblierung wurde in dem gleichen Geiste größtenteils eigens für das Schlosscafé entworfen und gebaut:
Holzgefasste Tische mit Linoleumeinlage, ähnlich die frei im Raum stehende Tresenanlage, freundliche und bequeme Stühle nach Art der klassischen Loom-Chairs und rechts des Eingangs ein mächtiges Stehpult aus gekälkter Eiche. |
|
Galerie für Zeitgenössische Kunst Schloss vor Husum
|
 Übersicht
|
|
Unter dem Renaissancedachstuhl des Schlosses vor Husum entsteht ein 40m langer Ausstellungssaal.
Der Turm ist Erschließung und Teil der Ausstellung |
Bauherr: Stadt Husum
BRI: 2.300 cbm
BGF: 926 qm
Baubeginn: 2008
Gesamtkosten: ca. 1,5 Mio €
|
|
- Ausbau des gesamten Dachgeschosses einschließlich Turm zur
Galerie für zeitgenössische Kunst - Bekleidung aller Dachschrägen mit Lehmbauplatten
- Ausstellungstafeln und Stelen als frei eingestellte Objekte
- Beleuchtung als allgemeine Raumflutung wie auch Punktbeleuchtung von einer neuen Elektro-Trasse oberhalb des Kehlbalkens
|
|
Kunsthaus Arthur Boskamp Hohenlockstedt
|
 Übersicht
|
|
| Die ehem. Kaserne des Militärlagers in Hohenlockstedt mit dem Anbau der 60er Jahre wurde wurde zum Kunsthaus umgebaut. |
Bauherr: Arthur Boskamp-Stiftung
BRI: 7.973 cbm
BGF: 2.094 qm
Fertigstellung: 2003
Gesamtkosten: ca. 1,2 Mio €
|
|
Die Arthur Boskamp-Stiftung M.1 wurde 2003 im Andenken an den kunstinteressierten Unternehmer Arthur Boskamp (1919-2000) gegründet.
Zweck der Stiftung ist die Förderung und Vermittlung junger, zeitgenössischer Kunst.
Das historische Gebäude mit über 500 qm Ausstellungsfläche, 2 Wohnungen für Stipendiaten und Kuratoren ist in der Massivbaracke 1 des ehemaligen Militärlagers in Hohenlockstedt beheimatet.
Der in den 60er Jahren errichtete Anbau wurde komplett entkernt und als Skulpturen-, Vortrags- und Wechselausstellungshalle hergerichtet.
Die Architektur lebt vom Kontrast der roh belassenen Oberflächen in der Baracke gegenüber den modernen, glatten, industrieartigen Flächen der großen Halle. |
|
|
Das 1934–1937 vom Architekten Georg Rieve errichtete Ludwig-Nissen-Haus wurde für die Zwecke des NordseeMuseums grundlegend renoviert und umgebaut.
Fotos: Maike Hansen |
Bauherr: Nordfriesisches Museum Ludwig-Nissen-Stiftung
BGF: 6.500 qm
Fertigstellung: 2007
Gesamtkosten: ca. 2,3 Mio € |
|
Das 1934–1937 vom Architekten Georg Rieve errichtete Ludwig-Nissen-Haus wurde für die Zwecke des NordseeMuseums grundlegend renoviert und umgebaut.
Im Außenbereich konnten die expressionistischen Keramiken des Bildhauers Alwin Blaue in den Rundbögen der Eingangsfassade wiederhergestellt werden. Im Inneren wurde vorrangig mit einer neuen Lichtinszenierung die vorhandene, starke Architektur ihres düsteren Charakters beraubt und in ein zeitgemäßes Licht gesetzt.
Den Besucher empfängt im Eingangsbereich zunächst ein neuer Bookshop, bevor er die zentrale Rotunde betritt. Die Rotunde ist Verteiler in Richtung der Ausstellungsräume und der Stadtbibliothek. Die Ausstellungsräume wurden durch Entfernen aller späteren Einbauten in ihrer ursprünglichen Größe und Schönheit wieder freigelegt.
Die Materialien und Formen aller notwendigen Einbauten für eine zeitgemäße Barrierefreiheit wie Rampen, Geländer etc. sind nicht kontrastierend, sondern verwandt zu den historischen Vorgaben gewählt:- brüniertes Messing
- gekälkte Eiche
- große Dimensionen
Für das Kunstlicht wurde vom Studio Dinnebier ein besonders zierlicher Strahler entwickelt. |
|
Wohnanlage Kassel  | |